Micron Document
<!DOCTYPE html>
<html class="client-nojs vector-feature-language-in-header-enabled vector-feature-language-in-main-page-header-disabled vector-feature-page-tools-pinned-disabled vector-feature-toc-pinned-clientpref-0 vector-toc-not-available vector-feature-main-menu-pinned-disabled vector-feature-limited-width-clientpref-1 vector-feature-limited-width-content-enabled vector-feature-custom-font-size-clientpref-1 vector-feature-appearance-pinned-clientpref-0 skin-theme-clientpref-day vector-sticky-header-enabled" lang="de" dir="ltr"><head>
<meta charset="UTF-8">
<title>Tugend</title>
<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0">
<link rel="icon" type="image/png" href="./_res_/favicon.png">
<link rel="canonical" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tugend"> <link href="./_mw_/ext.cite.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.wikimediamessages.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.icons.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.search.codex.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<meta name="ResourceLoaderDynamicStyles" content="">
<link href="./_mw_/ext.gadget.citeRef.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.defaultPlainlinks.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonHide.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonLayout.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonStyle.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiDarkmode.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiResponsive.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.specialSearch.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/site.styles.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/noscript.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/footer.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/vector-2022.css">
</head>
<body class="skin--responsive skin-vector skin-vector-search-vue mediawiki ltr sitedir-ltr mw-hide-empty-elt ns-0 ns-subject page-Tugend rootpage-Tugend skin-vector-2022 action-view">
<div class="mw-page-container">
<div class="mw-page-container-inner">
<div class="mw-content-container">
<main id="content" class="mw-body">
<header class="mw-body-header vector-page-titlebar">
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Tugend</span></h1>
</header>
<a id="top"></a>
<div id="bodyContent" class="vector-body ve-init-mw-desktopArticleTarget-targetContainer" aria-labelledby="firstHeading" data-mw-ve-target-container="">
<div id="contentSub">
<div id="mw-content-subtitle"></div>
</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Das Wort <b>Tugend</b> (von <a href="Mittelhochdeutsche_Sprache" title="Mittelhochdeutsche Sprache">mittelhochdeutsch</a> <i>tugent</i> ‚Kraft, Macht, [gute] Eigenschaft, Fertigkeit, Vorzüglichkeit‘ – ursprünglich nicht nur auf Personen bezogen; <span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Latein" title="Latein">lateinisch</a></span> <span lang="la-Latn" style="font-style:italic"><i>virtus</i></span>, <span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Altgriechische_Sprache" title="Altgriechische Sprache">altgriechisch</a></span> <span lang="grc-Grek" class="Grek" style="font-style:normal">ἀρετή</span> <i>aretḗ</i>) bezeichnet in der <a href="Ethik" title="Ethik">Ethik</a> eine als wichtig und erstrebenswert geltende Charaktereigenschaft, die eine Person befähigt, das <a href="Sittlichkeit" title="Sittlichkeit">sittlich</a> <a href="Das_Gute" title="Das Gute">Gute</a> zu verwirklichen. Damit verbindet sich gewöhnlich die Auffassung, dass dieser Eigenschaft und der Person, die über sie verfügt, Lob und Bewunderung gebühren.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Etymologie_und_Begriffsgeschichte">Etymologie und Begriffsgeschichte</h2></div>
<p><i>Tugend</i> ist als Verbalabstraktum von <i>taugen</i> abgeleitet, einem Verb, dessen Grundbedeutung ‚geeignet, brauchbar sein, nützen‘ ist. Im <a href="Althochdeutsch" class="mw-redirect" title="Althochdeutsch">Althochdeutschen</a> ist um 1000 <i>tugund</i> (‚Tüchtigkeit‘, ‚Kraft‘, ‚Brauchbarkeit‘) bezeugt. Im <a href="Mittelhochdeutsche_Sprache" title="Mittelhochdeutsche Sprache">Mittelhochdeutschen</a> hat <i>tugent, tugende</i> zusätzlich die Bedeutungen ‚männliche Tüchtigkeit, Heldentat‘. Unter dem Einfluss theologischer und philosophischer Literatur, die aus dem Lateinischen ins Deutsche übersetzt wurde, trat im <a href="Mittelalter" title="Mittelalter">Mittelalter</a> ein Bedeutungswandel ein: Der Begriff erhielt eine spezifisch <a href="Moral" title="Moral">moralische</a> Bedeutung und bezeichnete eine sittliche Vollkommenheit im christlichen Sinn als Gegensatz zu <a href="Laster" title="Laster">Laster</a> und <a href="S%C3%BCnde" title="Sünde">Sünde</a>. Diese Begriffsverwendung bürgerte sich seit der Übersetzungstätigkeit <a href="Notker_III." title="Notker III.">Notkers des Deutschen</a> (10./11. Jahrhundert) ein.
</p><p>Speziell mit Bezug auf Frauen wurde <i>Tugend</i> auch als Synonym von <a href="Keuschheit" title="Keuschheit">Keuschheit</a> verwendet, etwa in Wendungen wie, „Sie bewahrte ihre Tugend“. Die mit dem <a href="Moraltheologie" title="Moraltheologie">moraltheologisch</a> geprägten Sprachgebrauch zusammenhängende Bedeutungsverengung und der damit oft verbundene Eindruck von <a href="Scheinheiligkeit" class="mw-redirect" title="Scheinheiligkeit">Scheinheiligkeit</a> und <a href="Pharis%C3%A4er" title="Pharisäer">Pharisäertum</a> hat in der <a href="Moderne" title="Moderne">Moderne</a> zu einer Abwertung des Begriffs <i>Tugend</i> geführt. Die heutige Begriffsverwendung ist oft distanziert, auch spöttisch und ironisch (‚Ausbund von Tugend, Tugendbold‘).<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Antike_Begriffe">Antike Begriffe</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Arete" title="Arete">Arete</a></i></div>
<p>Der altgriechische Ausdruck <i>ἀρετή</i> wird oft – auch in wissenschaftlicher Fachliteratur – mit „Tugend“ übersetzt. Zugleich wird aber in der Fachliteratur auf die Problematik dieser Übersetzung hingewiesen. Im allgemeinen (nichtphilosophischen) Sprachgebrauch der Antike bezeichnet <i>aretē</i> die „Gutheit“, das heißt die Tüchtigkeit einer Person bei der Erfüllung ihrer besonderen Aufgaben oder die Tauglichkeit einer Sache (auch eines Tieres oder eines Körperteils) für den Zweck, dem sie dienen soll. Im Deutschen kann somit <i>aretē</i>, wenn es um die nichtphilosophische Bedeutung geht, mit „Tauglichkeit“, „Vorzüglichkeit“ oder „Vortrefflichkeit“ wiedergegeben werden. Die Übersetzung mit „Tugend“ ist in vielen Fällen missverständlich, denn oft ist keine Tugendhaftigkeit in einem moralischen Sinn gemeint.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In philosophischen Texten hat <i>aretē</i> gewöhnlich einen moralischen Sinn. Daher ist in einem solchen Kontext die Übersetzung mit „Tugend“ in der Regel nicht zu beanstanden. Allerdings ist eine Vermischung mit neuzeitlichen, christlich geprägten Tugendvorstellungen zu vermeiden.
</p><p>Das lateinische Wort <i>virtus</i> leitet sich von <i>vir</i> („Mann“) ab und bezeichnet ursprünglich Mannhaftigkeit, die sich vor allem als (militärische) Tapferkeit äußert. Der Begriff diente aber auch als Übersetzung des griechischen <i>aretē</i> und erhielt dadurch insbesondere in philosophischen Texten und später im christlichen Sprachgebrauch den Sinn, den <i>aretē</i> in der griechischen Philosophie hatte (Tugend). In dieser Bedeutung war <i>virtus</i> (im Plural <i>virtutes)</i> eine Bezeichnung für unterschiedliche Eigenschaften, die im Rahmen sozialer und ethischer Wertvorstellungen als wünschenswert galten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Tugendkataloge">Tugendkataloge</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kardinaltugenden">Kardinaltugenden</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Kardinaltugenden" class="mw-redirect" title="Kardinaltugenden">Kardinaltugenden</a></i></div>
<p>Als die vier klassischen Grundtugenden (seit dem Mittelalter: Kardinaltugenden) gelten <a href="Klugheit" title="Klugheit">Klugheit</a> oder <a href="Weisheit" title="Weisheit">Weisheit</a>, <a href="Gerechtigkeit" title="Gerechtigkeit">Gerechtigkeit</a>, <a href="Tapferkeit" title="Tapferkeit">Tapferkeit</a> und <a href="M%C3%A4%C3%9Figung" title="Mäßigung">Mäßigung</a>. <a href="Platon" title="Platon">Platons</a> Theorie der Grundtugenden wurde für die ganze tugendethische Theorie richtungsweisend. Für <a href="Aristoteles" title="Aristoteles">Aristoteles</a> ist Tugend der Weg zur <a href="Eudaimonie" title="Eudaimonie">Glückseligkeit</a>. Die Glückseligkeit wird hier aber nicht verstanden als subjektives Glücksgefühl, sondern als geglücktes Leben. Das Leben glückt dann, wenn der Mensch die Möglichkeiten verwirklicht, die in ihm angelegt sind (<a href="Entelechie" title="Entelechie">Entelechie</a>).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Christliche_Tugenden">Christliche Tugenden</h3></div>

<p>Die christlichen Tugenden gehen auf die <a href="Zehn_Gebote" title="Zehn Gebote">zehn Gebote</a> des Alten Testamentes und deren Auslegung durch <a href="Jesus_Christus" title="Jesus Christus">Jesus Christus</a> im <a href="Neues_Testament" title="Neues Testament">Neuen Testament</a> zurück, etwa in den <a href="Seligpreisung" title="Seligpreisung">Seligpreisungen</a> der <a href="Bergpredigt" title="Bergpredigt">Bergpredigt</a>. Dort lehrt Jesus auch über die Anwendung der Tugenden des <a href="Almosen" title="Almosen">Almosengebens</a>, des <a href="Gebet" title="Gebet">Gebets</a> und des <a href="Fasten" title="Fasten">Fastens</a> (<a href="Evangelium_nach_Matth%C3%A4us" title="Evangelium nach Matthäus"><span style="white-space:nowrap;">Mt</span></a> 6,1–21&nbsp;): Es kommt ihm nicht nur auf das Tun an sich an, sondern vor allem auf die Beweggründe dahinter.
</p><p>Die drei <a href="Theologische_Tugenden" title="Theologische Tugenden">göttlichen Tugenden</a>, auch theologische Tugenden genannt, stehen im ersten Brief an die Korinther des Apostels <a href="Paulus_von_Tarsus" title="Paulus von Tarsus">Paulus</a> (<a href="1._Brief_des_Paulus_an_die_Korinther" title="1. Brief des Paulus an die Korinther"><span style="white-space:nowrap;">1 Kor</span></a> 13,13&nbsp;). Sie werden unter anderem in den Werken des Kirchenlehrers <a href="Thomas_von_Aquin" title="Thomas von Aquin">Thomas von Aquin</a><sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> kommentiert. Es sind: <a href="Glaube_(Religion)" title="Glaube (Religion)">Glaube</a> (lateinisch <i>fides),</i> <a href="Hoffnung" title="Hoffnung">Hoffnung</a> (lateinisch <i>spes)</i> und <a href="Liebe" title="Liebe">Liebe</a> (lateinisch <i>caritas).</i> In der Lehre der <a href="R%C3%B6misch-katholische_Kirche" title="Römisch-katholische Kirche">katholischen Kirche</a> treten zu diesen drei theologischen Tugenden noch die vier Kardinaltugenden hinzu.
</p><p>Durch die <a href="Reformation" title="Reformation">Reformation</a> wurde die Tugend der <a href="Beharrlichkeit_(Theologie)" title="Beharrlichkeit (Theologie)">Beharrlichkeit</a> (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Latein" title="Latein">lateinisch</a></span> <span lang="la-Latn" style="font-style:italic">perseverantia</span>) hinzugefügt, zu der nach <a href="Martin_Luther" title="Martin Luther">Martin Luther</a> die unerschütterliche Gewissheit gehört, <a href="Rechtfertigung_(Theologie)" title="Rechtfertigung (Theologie)">gerechtfertigt</a> zu sein.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Himmlische_Tugenden">Himmlische Tugenden</h3></div>
<p>Angelehnt an die <i><a href="Psychomachia" title="Psychomachia">Psychomachia</a>,</i> einem Text des christlichen Dichters <a href="Prudentius" title="Prudentius">Prudentius</a> aus dem 4. Jahrhundert, hat sich im Mittelalter folgende Liste der sieben himmlischen Tugenden entwickelt, die jeweils mit einer entsprechenden Untugend (siehe auch <a href="Tods%C3%BCnde" title="Todsünde">Todsünde</a>) um die Vorherrschaft in der Seele ringen. Diese Auflistung war auch durch die Bearbeitung im musikalischen Werk <a href="Hildegard_von_Bingen#Rezeption_in_der_Musik" title="Hildegard von Bingen">Hildegards von Bingen</a> im Mittelalter weit verbreitet:
</p>
<table class="wikitable" style="vertical-align:top; text-align:center;">

<tbody><tr>
<td style="width:7em"><b>Tugend</b>
</td>
<td style="width:7em"><a href="Demut" title="Demut">Demut</a><br><i>(humilitas)</i>
</td>
<td style="width:7em"><a href="Karitas" class="mw-redirect" title="Karitas">Mildtätigkeit</a><br><i>(caritas)</i>
</td>
<td style="width:7em"><a href="Keuschheit" title="Keuschheit">Keuschheit</a><br><i>(castitas)</i>
</td>
<td style="width:7em"><a href="Geduld" title="Geduld">Geduld</a><br><i>(patientia)</i>
</td>
<td style="width:7em"><a href="M%C3%A4%C3%9Figung" title="Mäßigung">Mäßigung</a><br><i>(temperantia)</i>
</td>
<td style="width:7em"><a href="Wohlwollen" title="Wohlwollen">Wohlwollen</a><br><i>(humanitas)</i>
</td>
<td style="width:7em"><a href="Flei%C3%9F" title="Fleiß">Fleiß</a><br><i>(industria)</i>
</td></tr>
<tr>
<td style="width:7em"><b>Untugend</b></td>
<td><a href="Hochmut" title="Hochmut">Hochmut</a><br><i>(superbia)</i></td>
<td><a href="Habgier" title="Habgier">Habgier</a><br><i>(avaritia)</i></td>
<td><a href="Wollust" title="Wollust">Wollust</a><br><i>(luxuria)</i></td>
<td><a href="Zorn" title="Zorn">Zorn</a><br><i>(ira)</i></td>
<td><a href="V%C3%B6llerei" title="Völlerei">Völlerei</a><br><i>(gula)</i></td>
<td><a href="Neid" title="Neid">Neid</a><br><i>(invidia)</i></td>
<td><a href="Faulheit" title="Faulheit">Faulheit</a><br><i>(acedia)</i>
</td></tr></tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ritterliche_Tugenden">Ritterliche Tugenden</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Ritterlichkeit" title="Ritterlichkeit">Ritterlichkeit</a></i></div>
<p>Als Rittertugenden galten <i>staete, minne, hoher muet, mâze</i> und <i>triuwe</i> (mittelhochdt. Minnesang), was in etwa mit Beständigkeit (im Sinne von <a href="Integrit%C3%A4t_(Ethik)" title="Integrität (Ethik)">Integrität</a>), Frauendienst oder <a href="Agape" title="Agape">Agape</a>, heitere Gelassenheit/<a href="Enthusiasmus" title="Enthusiasmus">Enthusiasmus</a>, Mäßigung und aufrichtiger Treue übersetzt werden kann. Das allegorische Preisgedicht auf Kaiser Karl IV. von <a href="Heinrich_von_M%C3%BCgeln" title="Heinrich von Mügeln">Heinrich von Mügeln</a> „Der meide kranz“ (um 1355) enthält eine Tugendlehre, in der die zwölf Tugenden <a href="Weisheit" title="Weisheit">Weisheit</a>, Wahrheit, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Friedfertigkeit, Starkmut (Stärke/Standhaftigkeit), Glaube, Mäßigung, Güte, Demut, Hoffnung und Liebe auftreten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bürgerliche_Tugenden"><span id="B.C3.BCrgerliche_Tugenden"></span>Bürgerliche Tugenden</h3></div>
<p>Bürgerliche Tugenden umfassen insbesondere: Ordentlichkeit, <a href="Sparsamkeit" title="Sparsamkeit">Sparsamkeit</a>, Fleiß, Reinlichkeit und <a href="P%C3%BCnktlichkeit" title="Pünktlichkeit">Pünktlichkeit</a>. Diese Tugenden sind auf die praktische Bewältigung des Alltags gerichtet. Ihre soziale Funktion besteht im Aufbau und der Sicherung einer wirtschaftlichen Existenz. <a href="Otto_Friedrich_Bollnow" title="Otto Friedrich Bollnow">Otto Friedrich Bollnow</a> bezeichnet sie daher auch als „wirtschaftliche Tugenden“, die das pragmatische Gegenstück zu den sonstigen, oft an Idealen orientierten Tugenden darstellen.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bürgerlich werden diese Tugenden genannt, da sie für das <a href="B%C3%BCrgertum" title="Bürgertum">Bürgertum</a> in der Epoche der <a href="Aufkl%C3%A4rung" title="Aufklärung">Aufklärung</a> die Voraussetzungen lieferten, sich gegenüber dem <a href="Adel" title="Adel">Adel</a> kulturell und wirtschaftlich zu emanzipieren.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Preußische_Tugenden"><span id="Preu.C3.9Fische_Tugenden"></span>Preußische Tugenden</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Preu%C3%9Fische_Tugenden" title="Preußische Tugenden">Preußische Tugenden</a></i></div>
<p>Als preußische Tugenden werden die von den Wertvorstellungen des <a href="Pietismus" title="Pietismus">Pietismus</a> und der Aufklärung geprägten Tugenden bezeichnet, die seit <a href="Friedrich_Wilhelm_I._(Preu%C3%9Fen)" title="Friedrich Wilhelm I. (Preußen)">
Friedrich Wilhelm I.</a> vom <a href="Preu%C3%9Fen" title="Preußen">preußischen</a> Staat propagiert und gefördert wurden. Von den preußischen Tugenden leiten sich auch die deutschen Tugenden ab, zu denen unter anderem Pünktlichkeit, Ordnung und Fleiß gehören. Da diese Eigenschaften für sich allein genommen keine ethische Bedeutung haben, sondern nur wertvoll zur Erreichung anderer, übergeordneter Ziele sind, werden sie auch als <a href="Sekund%C3%A4rtugend" title="Sekundärtugend">Sekundärtugenden</a> bezeichnet.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wissenschaftliche_Tugenden">Wissenschaftliche Tugenden</h3></div>
<p>Als Tugenden der wissenschaftlichen Forschung nennt <a href="Karl_Jaspers" title="Karl Jaspers">Karl Jaspers</a> Sachlichkeit, Hingabe an den Gegenstand, besonnenes Abwägen, Aufsuchen der entgegengesetzten Möglichkeiten, Selbstkritik, Vorsicht im endgültigen Behaupten, das Prüfen der Grenzen und der Art der Geltung unserer Behauptungen, das Hören auf Gründe, das Verstehen sowie das Mitdenken auf dem Standpunkt eines jeden anderen.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Herrschertugenden">Herrschertugenden</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Herrschertugenden" title="Herrschertugenden">Herrschertugenden</a></i></div>
<ul><li>Tapferkeit (<i>virtus</i>)</li>
<li>Gerechtigkeit (<i>iustitia</i>)</li>
<li>Milde (<i>clementia</i>)</li>
<li>Ehrerbietung (<i>pietas</i>)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Buddhistische_Tugenden_(Silas)"><span id="Buddhistische_Tugenden_.28Silas.29"></span>Buddhistische Tugenden (Silas)</h3></div>
<p>Die sittlichen Grundregeln des <a href="Buddhismus" title="Buddhismus">Buddhismus</a> sind die <a href="F%C3%BCnf_Silas" title="Fünf Silas">fünf Silas</a>, in denen gelobt wird, sich darin zu üben
</p>
<ul><li>kein Lebewesen zu töten oder zu verletzen</li>
<li>nichts zu nehmen, was mir nicht gegeben wird</li>
<li>keine ausschweifenden sinnlichen Handlungen auszuüben</li>
<li>nicht zu lügen und wohlwollend zu sprechen</li>
<li>keine Substanzen zu konsumieren, die den Geist verwirren und das Bewusstsein trüben</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Soldatische_Tugenden">Soldatische Tugenden</h3></div>
<p>In einer alten Version der <a href="Zentrale_Dienstvorschrift" title="Zentrale Dienstvorschrift">Zentralen Dienstvorschrift</a> der <a href="Bundeswehr" title="Bundeswehr">Bundeswehr</a> heißt es, dass gegenseitiges Verständnis, guter Wille und Hilfsbereitschaft eine <a href="Kameradschaft" title="Kameradschaft">Kameradschaft</a> entstehen ließen, die auch größeren Belastungen standhalte. „Die soldatischen Tugenden entwickeln sich in den kleinen Gemeinschaften der Truppe. Dort entsteht die Kameradschaft; sie zeigt sich im Einsatz füreinander, besonders in Mühe und Gefahr. Sie soll Vorgesetzte und Untergebene in allen Lagen fest verbinden. […] [sie gibt] Zuversicht und Halt. Wer mehr zu leisten vermag, muss dem weniger Erfahrenen und Schwächeren helfen. Falscher Ehrgeiz, Selbstsucht und Unaufrichtigkeit zerstören die Kameradschaft.“<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Tugendethik" title="Tugendethik">Tugendethik</a></li>
<li><a href="Nikomachische_Ethik" title="Nikomachische Ethik">Nikomachische Ethik</a></li>
<li><a href="Wertvorstellung" title="Wertvorstellung">Wertvorstellung</a></li>
<li><a href="Bushid%C5%8D" title="Bushidō">Bushidō</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Allgemeines">Allgemeines</h3></div>
<ul><li><a href="Otto_Friedrich_Bollnow" title="Otto Friedrich Bollnow">Otto Friedrich Bollnow</a>: <i>Wesen und Wandel der Tugenden.</i> Ullstein, 1972, ISBN 3-548-12209-4.</li>
<li><a href="Wolfgang_Brezinka" title="Wolfgang Brezinka">Wolfgang Brezinka</a>: <i>Tüchtigkeit. Analyse und Bewertung eines Erziehungszieles.</i> Reinhardt Verlag, München, Basel 1987, ISBN 3-497-01127-4, 124 S.</li>
<li><a href="Andr%C3%A9_Comte-Sponville" title="André Comte-Sponville">André Comte-Sponville</a>: <i>Ermutigung zum unzeitgemäßen Leben. Ein kleines Brevier der Tugenden und Werte.</i> Rowohlt, 2010, ISBN 978-3-499-62599-2.</li>
<li><a href="Eugen_Drewermann" title="Eugen Drewermann">Eugen Drewermann</a>: <i>Die sieben Tugenden.</i> Patmos Verlag, 2012, ISBN 978-3-8436-0173-3.</li>
<li><a href="Romano_Guardini" title="Romano Guardini">Romano Guardini</a>: <i>Tugenden. Meditationen über Gestalten sittlichen Lebens</i>. Werkbund-Verlag, Würzburg 1963; Matthias-Grünewald Verlag, Ostfildern 10. Auflage 2021, ISBN 978-3-7867-3087-3.</li>
<li>Timo Hoyer: <i>Tugend und Erziehung. Die Grundlegung der Moralpädagogik in der Antike.</i> Verlag Julius Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2005, ISBN 3-7815-1418-8.</li>
<li><a href="Corine_Pelluchon" title="Corine Pelluchon">Corine Pelluchon</a>: <i>Éthique de la considération</i>, coll. «L'Ordre philosophique», Paris, Seuil 2018, ISBN 978-2-021-32160-9; dt. Übersetzung von Heinz Jatho: <i>Ethik der Wertschätzung: Tugenden für eine ungewisse Welt</i>. <a href="Wissenschaftliche_Buchgesellschaft" title="Wissenschaftliche Buchgesellschaft">wbg academic</a>, Darmstadt 2019, ISBN 978-3-534-74433-6.</li>
<li><a href="Peter_Prange" title="Peter Prange">Peter Prange</a>: <i>Werte – Von Plato bis POP – Alles, was uns verbindet,</i> Droemer Knaur Verlag, München 2006, ISBN 3-426-27392-6.</li>
<li><a href="Rolf_Reber" title="Rolf Reber">Rolf Reber</a>: <i>Gut so! Kleine Psychologie der Tugend.</i> C.H. Beck Verlag, München 2008, ISBN 978-3-406-57362-0.</li>
<li>Klaus Peter Rippe, Peter Schaber (Hrsg.): <i>Tugendethik,</i> Reclam, Stuttgart 1998, ISBN 3-15-009740-1.</li>
<li>Neil Roughly: <i>Tugend.</i> In: <a href="J%C3%BCrgen_Mittelstra%C3%9F" title="Jürgen Mittelstraß">Jürgen Mittelstraß</a> (Hrsg.): <i>Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie.</i> 2. Auflage. Band 8: <i>Th – Z.</i> Stuttgart, Metzler 2018, ISBN 978-3-476-02107-6, S. 122–128 (ausführliches Literaturverzeichnis).</li>
<li>Richard Friedrich Runge: Tugendethik: Einführung (= intro: Philosophie; 4). 1. Auflage. Verlag Karl Alber, Baden-Baden, 2024, ISBN 978-3-495-99255-5.</li>
<li><a href="Florian_Russi" title="Florian Russi">Florian Russi</a>: <i>Über Werte und Tugenden. Undogmatische Betrachtungen.</i> 3. Auflage. Bertuch-Verlag, Weimar 2009, ISBN 978-3-937601-54-0.</li>
<li><a href="Peter_Schallenberg" title="Peter Schallenberg">Peter Schallenberg</a>: <i>Gott, das Gute und der Mensch. Grundlagen katholischer Moraltheologie.</i> Bonifatius, Paderborn 2009, S. 72–100.</li>
<li><a href="Friedrich_Schorlemmer" title="Friedrich Schorlemmer">Friedrich Schorlemmer</a> (Hrsg.): <i>Das Buch der Werte&nbsp;−&nbsp;Wider die Orientierungslosigkeit unserer Zeit,</i> VS Verlagshaus Stuttgart (Edition Stuttgart) 1995.</li>
<li><a href="Martin_Seel" title="Martin Seel">Martin Seel</a>: <i>111 Tugenden, 111 Laster. Eine philosophische Revue.</i> S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-10-071011-6.</li>
<li><a href="Ulrich_Wickert" title="Ulrich Wickert">Ulrich Wickert</a> (Hrsg.): <i>Das Buch der Tugenden.</i> Hoffmann und Campe, Hamburg 1995, ISBN 3-455-11045-2.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Philosophiegeschichte">Philosophiegeschichte</h3></div>
<ul><li><a href="Peter_Stemmer" title="Peter Stemmer">Peter Stemmer</a>, <a href="Rolf_Sch%C3%B6nberger" title="Rolf Schönberger">Rolf Schönberger</a>, <a href="Otfried_H%C3%B6ffe" title="Otfried Höffe">Otfried Höffe</a>, <a href="Christof_Rapp" title="Christof Rapp">Christof Rapp</a>: <i>Tugend.</i> In: <i><a href="Historisches_W%C3%B6rterbuch_der_Philosophie" title="Historisches Wörterbuch der Philosophie">Historisches Wörterbuch der Philosophie</a></i>, Band 10, S. 1532–1570.</li>
<li><a href="Bruno_Sch%C3%BCller" title="Bruno Schüller">Bruno Schüller</a>: <i>Zu den Schwierigkeiten, die Tugend zu rehabilitieren</i>. In: <i><a href="Theologie_und_Philosophie" title="Theologie und Philosophie">Theologie und Philosophie</a></i>, Jg. 58 (1983), S. 535–555.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ritterliche_bzw._höfische_Tugenden"><span id="Ritterliche_bzw._h.C3.B6fische_Tugenden"></span>Ritterliche bzw. höfische Tugenden</h3></div>
<ul><li><a href="Peter_Dinzelbacher" title="Peter Dinzelbacher">Peter Dinzelbacher</a> (Hrsg.): <i>Europäische Mentalitätsgeschichte. Hauptthemen in Einzeldarstellungen</i> (= <i><a href="Kr%C3%B6ners_Taschenausgabe" title="Kröners Taschenausgabe">Kröners Taschenausgabe</a>.</i> Band 469). Kröner, Stuttgart 1993, ISBN 3-520-46901-4.</li>
<li>G. Eifler (Hrsg.): <i>Ritterliches Tugendsystem.</i> Darmstadt 1970.</li>
<li>Peter Ganz: <i>Der Begriff des ‚Höfischen‘ bei den Germanisten.</i> In: <i>Wolfram-Studien.</i> 4, S. 16–32.</li>
<li>Karl-Heinz Göttert: <i>Tugendbegriff und epische Struktur in höfischen Dichtungen.</i> Böhlau, Köln 1971.</li>
<li>Gert Kaiser, <a href="Jan-Dirk_M%C3%BCller" title="Jan-Dirk Müller">Jan-Dirk Müller</a> (Hrsg.): <i>Höfische Literatur, Hofgesellschaft, Höfische Lebensformen um 1200.</i></li>
<li>Eduard Neumann: <i>Der Streit um das ritterliche Tugendsystem.</i> In: Theodor Frings, Gertraud Müller: <i>Keusch.</i> In: <i>Erbe der Vergangenheit. Germanistische Beiträge. Festgabe für Karl Helm zum 80. Geburtstage 19. Mai 1951.</i> Niemeyer, Tübingen 1951, S. 137–155.</li>
<li>Werner Paravicini: <i>Die ritterlich-höfische Kultur des Mittelalters.</i> München 1994.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bürgerliche_Tugenden_2"><span id="B.C3.BCrgerliche_Tugenden_2"></span>Bürgerliche Tugenden</h3></div>
<ul><li>Erich E. Geissler: <i>Erziehung zu neuen Tugenden?</i> In: E. E. Geissler, W. Rüegg: <i>Eliten in der Demokratie.</i> Walter Raymond Stiftung, H. 33, 1983.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Frauentugend">Frauentugend</h3></div>
<ul><li><a href="Thomas_Blisniewski" class="mw-redirect" title="Thomas Blisniewski">Thomas Blisniewski</a>: <i>Frauen, die den Faden in der Hand halten. Handarbeitende Damen, Bürgersmädchen und Landfrauen von Rubens bis Hopper.</i> München 2009, ISBN 978-3-938045-35-0.</li>
<li>Thomas Blisniewski: <i>„… und schafft mit emsigen Händen“ – Weibliche Handarbeiten in Werken von <a href="Ridolfo_Schadow" class="mw-redirect" title="Ridolfo Schadow">Ridolfo Schadow</a>, <a href="Carl_Joseph_Begas" title="Carl Joseph Begas">Carl Joseph Begas</a> und <a href="Johann_Anton_Ramboux" title="Johann Anton Ramboux">Johann Anton Ramboux</a> im Wallraf-Richartz-Museum – Fondation-Corboud.</i> In: <i>Kölner Museums-Bulletin. Berichte und Forschungen aus den Museen der Stadt Köln.</i> 3, 2001, S. 4–18.</li>
<li>Gail Carolyn Sirna: <i>Frauen, die nie den Faden verlieren. Handarbeitende Frauen in der Malerei von Vermeer bis Dali.</i> Mit einem Vorwort von Thomas Blisniewski. München 2007.</li>
<li>Robert L. Wyss: <i>Die Handarbeiten der Maria. Eine ikonographische Studie unter Berücksichtigung der textilen Techniken.</i> In: Michael Stettler, M. Lemberg (Hrsg.): <i>Artes Minores. Dank an Werner Abegg.</i> Bern 1973, S. 113 ff.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Virtue?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Tugend</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Tugend" class="extiw external" title="wikt:Tugend">Wiktionary: Tugend</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size skin-invert-image" typeof="mw:File"><span title="Wikiquote"></span></span></div><b><a href="https://de.wikiquote.org/wiki/Tugend" class="extiw external" title="q:Tugend">Wikiquote: Tugend</a></b>&nbsp;– Zitate </div>
<ul><li>Wolfgang Schuhmacher: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.wolfgang-schuhmacher.de/forumethik2/lehrveranstaltungtugend/seminarsatztugenda.htm">Seminarmaterialien</a> zur Tugendethik</li>
<li><a href="Rudolf_Eisler_(Philosoph)" title="Rudolf Eisler (Philosoph)">Rudolf Eisler</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.textlog.de/5274.html">Tugend – Kant, Schiller, Fichte, Hegel…</a>, Wörterbuch der philosophischen Begriffe (1904)</li>
<li><a href="Friedrich_Kirchner_(Philosoph)" title="Friedrich Kirchner (Philosoph)">Friedrich Kirchner</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.textlog.de/2141.html">Tugend</a> in: Wörterbuch der philosophischen Grundbegriffe (1907)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://scienceofvirtues.org/">Forschungsprojekt zu einer deskriptiven Theorie der Tugenden an der Universität Chicago</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www2.ibw.uni-heidelberg.de/comenius/JAC_digital/OrbisSP_2013-_Tugenden/_chris_-JAC_digital-OrbisSP_2013-_Tugenden.html">Die Tugenden in J.A. Comenius’ Orbis sensualium Pictus</a> (weitverbreitetes protestantisches Schulbuch vom 17. bis ins 19. Jahrhundert) – Teil des digitalen Denkmals: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www2.ibw.uni-heidelberg.de/comenius/">Comenius – Student in Heidelberg – Lehrer der Menschheit.</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Fußnoten"><span id="Fu.C3.9Fnoten"></span>Fußnoten</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Wolfgang Pfeifer: <i>Etymologisches Wörterbuch des Deutschen.</i> Band: <i>M-Z.</i> 2. Auflage. Berlin 1993, S. 1473; Ruth Klappenbach u.&nbsp;a. (Hrsg.): <i>Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache.</i> Band 5, Berlin 1976, S. 3811f.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Zur Problematik der Übersetzung des Begriffs siehe <a href="Peter_Stemmer" title="Peter Stemmer">Peter Stemmer</a>: <i>Tugend. I. Antike.</i> In: <i>Historisches Wörterbuch der Philosophie.</i> Band 10, Basel 1998, Sp. 1532–1548, hier: 1532f.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. auch K. Berg, M. Kaspar (Hrsg.): <i>„Das buoch der tugenden“. Ein Kompendium des 14. Jahrhunderts über Moral und Recht nach der „<a href="Summa_theologica" title="Summa theologica">Summa theologiae</a>“ des Thomas von Aquin und anderen Werken der Scholastik und Kanonistik.</i> Band I: <i>Mittelhochdeutscher Text</i> (= <i>Texte und Textgeschichte.</i> Band 7), Band II: <i>Lateinische Quellen</i> (= <i>Texte und Textgeschichte.</i> Band 8). Tübingen 1984.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">So Josef Weismayer: <cite style="font-style:italic">Beharrlichkeit.</cite> In: <a href="Walter_Kasper" title="Walter Kasper">Walter Kasper</a> (Hrsg.): <cite style="font-style:italic"><a href="Lexikon_f%C3%BCr_Theologie_und_Kirche" title="Lexikon für Theologie und Kirche">Lexikon für Theologie und Kirche</a></cite>. 3. Auflage. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>2</span>. Herder, Freiburg im Breisgau 1994, <span style="white-space:nowrap">Sp.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>151</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Tugend&amp;rft.atitle=Beharrlichkeit.&amp;rft.au=Josef+Weismayer&amp;rft.btitle=Lexikon+f%C3%BCr+Theologie+und+Kirche&amp;rft.date=1994&amp;rft.edition=3&amp;rft.genre=book&amp;rft.place=Freiburg+im+Breisgau&amp;rft.pub=Herder&amp;rft.volume=2" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Otto Friedrich Bollnow: <i>Vom Wesen und Wandel der Tugenden.</i> S. 31 ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Gunther Graßhoff, Heiner Ullrich et al.: <i>Eltern als Akteure im Prozess des Übergangs vom Kindergarten in die Grundschule</i>. Springer VS, Wiesbaden 2013, ISBN 978-3-658-01684-5, S. 109.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Karl Jaspers, <a href="Kurt_Rossmann" title="Kurt Rossmann">Kurt Rossmann</a>: <i>Die Idee der Universität für die gegenwärtige Situation entworfen.</i> Springer, Berlin 1961, S. 79 f. Vgl. <a href="Theodor_Berchem" title="Theodor Berchem">Theodor Berchem</a>: <i>Schlußwort zum 3. Würzburger Symposium.</i> In: <a href="Winfried_B%C3%B6hm" title="Winfried Böhm">Winfried Böhm</a>, <a href="Martin_Lindauer" title="Martin Lindauer">Martin Lindauer</a> (Hrsg.): <i>„Nicht Vielwissen sättigt die Seele“. Wissen, Erkennen, Bildung, Ausbildung heute</i> (= <i>Drittes Symposium der Universität Würzburg</i>). Klett, Stuttgart 1988, ISBN 3-12-984580-1, S. 369–376, hier: S. 372.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">ZDv der Bundeswehr 10/1 (<a href="Innere_F%C3%BChrung" title="Innere Führung">Innere Führung</a>), Ziffer 704.</span>
</li>
</ol>
<div class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1 navigation-not-searchable normdaten-typ-s" style="border-style: solid; border-width: 1px; clear: left; margin-bottom:1em; margin-top:1em; padding: 0.25em; overflow: hidden; word-break: break-word; word-wrap: break-word;" id="normdaten">
<div style="display: table-cell; vertical-align: middle; width: 100%;">
<div>
Normdaten&nbsp;(Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4125554-9">4125554-9</a></span> </div>
</div></div></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2025-09-18" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=Tugend&amp;oldid=259843765">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
</div>
</div><!--/htdig_noindex--></div>
</div>
</main>
</div>
</div>
</div>
<script src="./_webp_/webpHandler.js"></script>

</body></html>